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Winterschutz für Pflanzen

So überwintern Deine Pflanzen richtig!

Wie schütze ich meine Pflanzen richtig vor Frost und Schnee?

Mit Anbruch des ersten Frostes wird es Zeit verschiedene Pflanzenarten auf die Wintermonate vorzubereiten. Viele Gärtner sind sich dabei unsicher, wie man bei speziellen Winterschutz-Maßnahmen vorgeht. Glücklicherweise ist das mit den richtigen Tipps, Tricks und Gadgets gar nicht so schwierig.

Welche Pflanzen muss ich wie vorbereiten?

Verschiedene Pflanzenarten bedürfen verschiedener Maßnahmen für den Winterschutz. Während ausgewachsene Bäume, wenn überhaupt, nur im geringen Maße vorbereitet werden müssen, sieht das bei Zierpflanzen wie Begonien schon anders aus. Deswegen ist es sinnvoll über die verschiedenen Winterschutz-Maßnahmen bescheid zu wissen.


Kübelpflanzen
Beet-Pflanzen
Rosen und andere Sträucher

Nicht alle Pflanzen Bedürfen eines Winterschutzes - wie diese Tannen
Nicht alle Pflanzen überstehen den Winter so gut wie diese Tannen

Kübelpflanzen

Kübelpflanzen, die man auf dem Balkon oder der Terrasse stehen hat, überstehen den Winter am besten in Frost-geschützten Innenbereichen. Meist bietet sich hier ein Keller oder ein im Erdgeschoss befindlicher Lagerraum an, aber auch Gartenhäuser können eine Option darstellen, wenn diese vor Frost schützen.

Kein Platz im Innenbereich?

Was wenn die Kübelpflanzen samt Gefäß zu groß oder ist schlichtweg kein Platz im Innenraum vorhanden ist? Keine Sorge, auch hierfür gibt es eine Lösung. Bei Pflanzen, die in einem Gefäß aufbewahrt werden, hat die Kälte eine größere Angriffsfläche. Deswegen ist es wichtig diese zusätzlich zu isolieren. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Kübelpflanzen in Rindenmulch einbetten: Hierfür wird ein Behältnis benötigt, welches größer als das Gefäß der Pflanze ist. Zuerst wird der Boden des größeren Gefäßes mit etwas Rindenmulch aufgefüllt. Nach dem Einsetzen des Pflanzenkübels werden die Zwischenräume ebenfalls mit Rindenmulch befüllt.

 

  • Isolierung der Pflanzenkübel: Das Prinzip ist das selbe wie bei der Variante mit Rindenmulch. Nur werden hier wärmedämmende Bast- oder Kokosmatten verwendet. Diese werden einfach um das Pflanz-Gefäß gelegt und mit Stricken fixiert. Zusätzlich ist es ratsam sicherzustellen, dass über den Boden kein Frost eindringen kann.
Kleine Tanne im Pflanzkübel
Solche winterharten Bäumchen stellen eine Ausnahme dar
Rindenmulch

Bei der Einbettung von Kübelpflanzen dient der Rindenmulch als Dämm-Material. Jedoch wird hierfür ein größeres Gefäß benötigt.

Dämmmaterial

Einfacher ist es, die Dämmung direkt am Pflanzgefäß vorzunehmen. Hierfür eignen sich Bast- oder Kokosmatten, die mit einem Strick fixiert werden.

Topfschutz

Die optimale Lösung bieten vorgefertigte Topfschützer. Diese bestehen aus isolierenden Material und schüzten zusätzlich den Boden des Pflanzkübels.

Schutzvlies

Manche Pflanzen beötigen zusätzlich einen Schutz des Blatwerkes gegen Wind und Wetter. Hier gibt es Schutzvlies in verschiedenen Größen.

Bei allen genannten Varianten für den Außenbereich empfiehlt es sich die Pflanz-Kübel zusätzlich an einer überdachten Hauswand zu Positionieren. Einerseits um eine Schädigung durch extremen Niederschlag zu vermeiden, als auch starken Winden standhalten zu können.

Frostempfindliche Pflanzen in Beeten

Bevor man anfängt über die Abdeckungs-Möglichkeiten für die Beete nachzudenken, müssen zuerst alle Pflanzen ausgegraben werden, die anfällig gegenüber Frost sind. Wenn auch die meisten Zwiebel- und Knollenpflanzen winterhart sind, so gibt es doch einige Vertreter, wie zum Beispiel Dahlien oder Begonien, die bei Kälte keine Überlebenschance haben.

Kälteempfindliche Pflanzen ausgraben und einlagern

Wann der optimale Zeitpunkt zum Ausgraben der Pflanz-Knollen und -Zwiebeln lässt sich schwer verallgemeinern – jedoch sollte es auf jeden Fall vor dem ersten Frost geschehen. Ein grober Richtwert ist Ende Oktober / Anfang November. Als erstes scheidet man den welken Teil der Pflanzen etwa 10 cm über dem Boden ab. Danach gräbt man die Pflanze mit etwas Abstand zu den Stöcken aus, um die Zwiebel der Pflanze nicht zu verletzen. Nun klopft man den verbleibenden Erdballen etwas ab und lagert die Zwiebeln und Knollen an einem trockenen und dunklen Ort ein. Als Behältnis bietet sich hier eine mit Stroh oder Zeitungspapier ausgekleidete Kiste an.

Rosen und andere Sträucher

Sträucher sind im Allgemeinen ziemlich winterhart, dennoch empfiehlt sich die ein oder andere Maßnahme um auf Nummer sicher zu gehen.

  • Wurzelbereiche mit Mulch-Schicht schützen: damit  besonders bei starkem Temperaturfall der Boden um die Wurzeln nicht durchfriert, empfiehlt es sich im Bereich um den Stamm der Pflanze großzügig Rindenmulch aufzutragen.

 

  • Sonnenschutz im Winter mag zwar merkwürdig klingen, ist aber wichtig damit die Pflanzen nicht unter Frosttrocknis leiden. Dabei geben die Blätter der Pflanzen aufgrund der Sonneneinstrahlung Wasser ab, während die Wurzeln keine neue Feuchtigkeit aufnehmen. Außerdem kann Sonnenwärme auf der Rinde zu Spannungsunterschieden führen, was ein Platzen der Rinde zur Folge haben kann.
Winterfest-gemachte Rosenbüsche - So sieht ein guter Winterschutz aus
So sehen optimal vorbereitete Rosenbüsche aus: Sowohl das Blattwerk, als auch die Rinde sind vor Sonneneinstrahlung geschützt - der Winter kann kommen!
Rindenmulch

Zur Abdeckung des Bodens um den Stamm der Pflanze bietet sich auch hier der bewährte Rindenmulch als Mittel der Wahl an.

Schutzvlies Meterware

Da die meisten Sträucher individuelle Formen und Größen besitzen, ist es praktisch sich passende Vlies-Stücke selbst zuschneiden zu können.

Schutzvlies Vorgefertigt

Wenn man seine Rosensträucher im Herbst auf eine gewisse Form zurückschneidet, kann man auch vorgefertigte Vlies-Hüllen verwenden.


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